Posted in Allgemein on 03/17/2010 03:16 am by Domi
So,
wir sind ganz im Norden angekommen. Wir sitzten grad in Chihuahua im Internetcafe. Was man ueber diese Stadt sagen kann ist: sie ist haesslich. Ganz ehrlich ich war noch nie in so einer greisligen Stadt. Es sieht so aus als waere alles Industriegebiet. Es gibt breite Strassen, ganz viele Fastfoodketten und im Stadtpark gibt es einen heruntergekommenen Leuchtturm (wir sind hier in der Wueste!) und noch Platz fuer eine Tischtennisplatte. Dazu gibt eine nette Prise kalte Luft. Normalerweise in einer neuen Stadt angekommen, flanieren wir durch die schoenen Gassen oder sitzen auf schoenen Plaetzen. Hier waren wir schon im Einkaufszentrum im Starbucks und sitzen in kleinen Internetcafes. Naja dafuer haben wir davor Lustiges erlebt. Tatsaechlich haben wir uns schoene Treter gekauft in Leon und sind danach weiter nach Zacatecas gefahren. Das ist eine Stadt mitten in der Sierra Madre. Unser Hostel hatte die Dachterasse so ausgerichtet, dass man den direkten Blick auf die Katedrale und den Hauptplatz hatte. Dort gabs immer gutes Fruehstueck und Abends mit lustigen Leuten gutes Bier. Da gab es den Greg, einen Ami der mit seinem T2 Bus durch Mittelamerika tingelt und dabei Landkarten verhoekert. Den Jeremy, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch die ganze Welt zu trampen. Der will sogar mit Schiffen trampen, bevor er in ein Flugzeug steigt. Und den Don, ein amerikanischer Rentner, der immer ne gute Zigarre im Mund hatte und sich gern mit seinem Wohnmobil und Backpakern in Mexiko vergnuegt. Weil Zacatecas eine alte Minenstadt ist und jetzt auch viele Touristen kommen, haben sich die Minenarbeiter gedacht, dass sie eigentlich lieber Barkeeper waeren. So wurde das la Mina gegruendet - ein Club in einem alten Mienenstollen. Die Akustik ist grandios, das Ambiente gemuetlich und die Frauen wirklich schoen. Sogar der Alkohol ist billig. Von fast jedem Backpacker den wir trafen, hoerten wir Legenden vom la Mina.
Wir waren nicht da. Sind lieber ins Bett. Der Brettspielabend davor war einfach zu lange.
Dafuer haben wirs dann wieder in Real de Catorce krachen lassen. Dieses Dorf ist wirklich abgelegen. Um hinzukommen, muss man die Wueste und die Berge durchqueren. Die Wueste mit 2 Bussen und auf den Berg fahren nur alte 4WD Jeeps, die sich die steilen Abgruende hochschlaengeln. Aber das Gute daran ist, man sitzt auf dem Dach, da der Fahrer beweist es passen schon 20 Leute in den Jeep. Auf der engen Strasse kommen uns prall gefuellte Jeeps mit vor Vorfreude hechelnder Touristen entgegen. Meist muss man auf die Seite der Klippe ausweichen. Dort oben angekommen sollte sich eigentlich das Bild einer Geisterstadt zeigen, die mal 40.000 Einwohner hatte (18/19 Jhd) jetzt aber nur noch 1500. Bei unserer Ankunft waren die 40.000 wieder da. Es war langes Wochenende in Mexiko. Was zieht alle Menschen dorthin? Ein Blick in den Reisefuehrer erleuchtet die Szenerie. Es gibt dort einen Kaktus, der die Indianer mit Gott sprechen laesst, sofern man ihn vorher gegessen hat. Der Kaktus waechst in der Wueste und nennt sich selbst Peyotee. Er ist sogar voellig umsonst, da er ja in der Wueste waechst. Es soll irre Spass machen, in der Natur zu sitzen, gemeinsam zu lachen vielleicht ein froehliches Lied zu traellern und dann irgendwann mit Gott zu ein wenig zu plaudern. Wir haben soviel Gutes darueber gehoert. Und es gibt quasi-organisierte Trips vom Dorf in die Umgebung..
Das haben wir natuerlich auch nicht gemacht. Wir sind lieber auf 3000 Metern Hoehe ein wenig durch die Gegend gestiefelt und haben uns mexikanische Gedichte vorgelesen. Auch der alte Franzose charles war mit von der lustigen Wanderpartie. Das war sehr schoen und ereignisreich.
Danach gings dann in den chilligen 14 Stunden Bus in diesen Vorort der Hoelle. Aber wir erwarten uns viel vom Abend wenn unser Couchsurfer Coco auftaucht.
Bis dann
Domi
Posted in Allgemein, heute. mexiko. on 03/10/2010 05:04 am by Domi
Hallo schoene Gruesse aus Guanajuato,
endlich konnte die eigentliche Reise starten. Mexico City liesen wir schoen hinter uns, nachdem wir natuerlich noch den Geburtstag von Juan Rodriguez gefeiert haben. Das war tatsaechlich eine recht lustige Fete. Wir haben die Party dann gegen 3 Uhr Nachmittags verlassen und sind in den Bus zum schlafen gegangen. In San Miguel sind wir wieder aufgewacht. Nettes Staedchen, aber etwas langweilig, im oertlich Saloon (mit Schwingtueren!) hing nur ein besoffener Mexikaner ab. Der hat allerdings schon mit Pink Floyd an der Berliner Mauer Musik gemacht. Nach 2 Tagen durch die Stadt flanieren gings mal wieder in den Bus und ab in die Mexikanische Steppe. Eben nach Guanajuato. Das ist eine alte Mienen Stadt, in der viele Strassen alte Stollen sind. Abgefahren, wa?! Hier wollten wir dann mal so richtig gut essen gehen. Steak und so. Das haben wir dann auch gemacht, mit dem Ergebnis, dass wir alle den Rest des Abends verkrampft auf unseren Betten lagen und mit mehr oder weniger Erfolg versuchten das Erbrechen zu unterdruecken. Daher hingen wir heute ein wenig in den Seilen, was uns natuerlich nicht daran gehindert hat den Funicular zu benutzen. Eine Seilbahn die ca 100 Meter ganz langsam den Berg hinnauf zuckelt. Danach waren wir noch im Theater, haben auf der Treppe davor dem Treiben der Stadt zugesehen und heut Abend gehen wir noch mit so nem Typen aus der von Vancouver bis hierher mit dem Moped gefahren ist.
Zwar hoert es sich an als wuerden wir nichts erleben, aber es ist schoen
Morgens gehts dann weiter nach Zacatecas. Cowboystiefel kaufen.
Posted in heute. mexiko. on 03/05/2010 09:59 pm by Domi
Tach auch!
Wir haengen immer noch ein bisschen in dieser unfassbar grossen Stadt rum. Habens aber tatsachlich auch mal einen Tag nach draussen geschafft. Sind naemlich mit Max seinem Ex-Spanishlehrer zu so Pyramiden gefahren (theotiuacan oder so). Die liegen ungefeahr 2 Stunden weiter weg von unserem Daheim. An richtig unbebauten Flecken kommt man aber trotzdem nicht vorbei… Irgendwie abartig…
Die Pyramiden waren eigentlich ganz schoen. Domi hat die Zeit auf der Spitze fuer einen kleinen Workout genutzt. Schliesslich will man ja fit bleiben. Dann haben wir noch einen Wallfahrtsort besichtigt. Abgefahrene Geschichte: Da is so nem Typen Maria erschienen aber keiner hats ihm geglaubt. Nach 18 Erscheinungen hats die Maria dann vermutlich auch gelangweilt dass ihm keiner glaubt (wer erscheint schon gern so oft) und hat ihm auf seinen Poncho ein Bild gezaubert von sich selbst. Der Poncho haengt da und man kann super langsam mit so nem Rollband , wie mans auch von Flughaefen kennt, daran betend vorbei ziehen. Toll!
Ansonsten haben wir nur ein bisschen Fussball angeschaut. Mexiko hat gegen New Zealand gekickt. Aber der gemuetliche Fussballabend, der uns so vorschwebte, ist dann leicht entartet und so fanden wir uns dann am Ende in unsrer Wohnung mit einer aus ca. 20 Leuten bestehenden Partycrew wieder. Salsa is des Stichwort!
Gestern haben wir uns dan ein suppa chilliges Stadtviertel reingezogen inklusive dem Eichhoernchenpark und Meeresfruchten auf dem Markt. Die Busfahrt dahin war die langsamste die ich je erlebt hab. Die ersten 20 Minuten der Fahrt ist der Farer (um seinen peniblen Zeitplan (?!) einzuhalten) hoechstens 5km/h gefahren. Die anderen 40 Minuten standen wr im Stau und dann gings weiter eineinhalb Stunden mit der Metro. Mit Graus stellen wir uns vor wie des waer wenn man hier wohnt und arbeitet und drei Stunden von einer Ecke der Stadt in die andere braucht…
Am Abend gings dann noch bei einem Lucha libre fight gehoerig zur Sache! Wrestling. Leider war nicht so voll, was ein bisschen auf die Stimmung gedrueckt hat, dafuer wurden wir von den poebelnden Tecnicos-Ultras auf dem Balkon als Gringos beschimpft. Die waren naemlich fuer die Technicos und wir waren natuerlich fuer die Rudas, die Boesen. Die haben dann auch immer in unserem Namen die Ultras der Tecnicos provoziert und die Kaempfer der Tecnicos so richtig platt gemacht. Am Ende gabs dann noch ein paar Fotos und der Domi hat sich auch mal im Ring versucht. Noch nie hat ein Deutscher in Mexiko fuer so viel Gelaechter gesorgt.
Heute suiten wir n bisschen up. Wir wollen mal n bisschen die Kolonialherren raushaengen lassen und heut Abend fuer die Technoparty geruestet sein, auf der unser Gastgeber Juan auflegt.
Morgen wird dann mal weitergeduest. Schliesslich rostet ja wer rastet.
Macht es gut Freunde!
Adios, Basi
Posted in heute. mexiko. on 03/03/2010 06:17 pm by Domi
Hallo,
wir melden uns aus Mexico City, ich glaube der groessten Stadt der Welt. Der Flug war ganz nett, so nett dass man die Stunden, spaeter die Minuten gezaehlt hat. Wir sind knapp 13 Stunden geflogen und es kamen klassische Disney B-Movies auf den kleinsten Fernsehern der Welt. Der Max hat uns zum Glueck vom Flughafen abgeholt und dann sind wir nochmal knappe eineinhalb Stunden mit dem Auto gefahren. Am Ende haben wir dann festgestellt, dass unser Fahrer gar nicht unser Freund Juan war. Und das Auto nicht sein Auto, sondern ein illegales Taxi. Nachts blinkt die ganze Stadt. Wir wohnen auf einem Huegel irgendwo ein wenig ausserhalb bei Freunden vom Max. Was die Jungs echt gern machen is feiern. Somit hatten wir einen seeeehr freundlichen und feuchtfroehlichen Empfang. Es gab Tacos, das sind nicht diese Chips sondern kleine Wraps mit Fleisch und Zwiebeln und allerlei Sossen. Dazu gabs natuerlich ordentlich zu trinken. Die Zeitverschiebung arbeitet fuer unsere kleine Party. Der Tin verschwand nach wenigen Minuten schon ins Bett und der Alkohol tat sein Uebriges um auch Basi und mich ziemlich frueh flachzulegen.
Am Dienstag dann gabs eine kleine Stadtfuehrung vom Max. Als wir auf einen Turm im Zentrum fuhren um eigentlich die Stadt von oben anzuschauen, haben wir uns lieber mit dem Ruecken zur Aussicht gedreht und das schoenste Maedchen der Welt angeschaut. Die ist naemlich in der Mitte des Turms auf einem kleinen Trampolin auf und ab gesprungen. Huiuiui. Abends waren wir dann eingeladen, bei den Eltern vom Juan. Es gab mexikanisches Essen, mexikanisches Bier, mexikanischen Tequilla und mexikanische Gespraeche. Sehr lustige Leute und ein cooler Abend. Allerdings fuer mich war er wieder wie gefuehlt um 4 Uhr Nachts. Schon schoen so ein Jetlag. Wenigstens kann ich dann immer um fuenf aufstehen und Nichts machen.
Jetz sitzen wir n bisschen in unsrer Wohnung rum, spielen Domino und hoeren eine guade CD, die wir gestern von einem Typen aus der Ubahn fuer 10 Pesos erworben haben. Irgendwie geht Mexiko ab.
Domi