Archive for März, 2009

Tel Aviv

Hallo!

Nach Petra haben wir uns eine Jeeptour im Wadi Rum gegoennt. Mussten dafuer um 6 (!) aufstehen und wir fragen uns wann wir des naechste mal ausschlafen koennen…

Ein Bedu fahert uns in seinem windigen Jeep durch die Gegend und man findet sich in einer Landschaft wieder die an eine Filmkulisse erinnert. (“huge”, “unreal”) Am Abend uebernachten wir dann in nem Beduinencamp in dem uns am Abend neben einem BBQ auch traditionelle Musik erwartet.  Die Musik haengt uns ziemlich zum Hals raus. Wir freuen uns auf Israel um diesem Gejammer mal zu entkommen…

Wir stehen am naechsten Tag mal wieder um 6 auf um das Fruehstueck einzunehmen. (Das soll Urlaub sein?)

Egal, ab gehts nach Aqaba, wo sich neben dem groessten Fahnenmast der Welt, an der eine 40x20m grosse Fahne weht,  auch der Grenzuebergang zu Israel befindet. Wir ueberquaeren die Grenze, was sich ein bisschen zieht. Domi und ich werden von der Grenzbeamtin gefragt ob wir Singles sind, wie unsre Handynummer is, und und und. Bruckis Grenzbeamten interessiert so was nicht :) Basis Gepaeck wird durchsucht. Aber natuerlich nix verdaechtiges dabei.

In Eilat herrscht dann wahre Spring-Break-Stimmung. Kreischende Maedls in knappen Bikinis lassen sich von Beachboys mit Wasser bespritzen und auf ihrem Boot mitnehmen. Wir trinken in der strandbar ein paar Bier und wollen nach Jerusalem weiter. Der letzte Bus ist schon lang weg und wir fahren nach Tel Aviv. Die Partycity Israels. Man sagt das  Tel Aviv feiert, Jerusalem betet und Haifa arbeitet.

Wir lassen uns wie immer vom ersten Taxifahrer abziehen und landen im “besten Hotel des Landes” (Lonely Planet) Erst mal schlafen. Es ist 4 Uhr in der frueh…

Am naechsten Tag flanieren wir an der Uferpromenade entlang, schauen uns ein paar Bauhaus-Stil-Gebaeude an und sehen den ersten Club, an dem Nachmittags eine riesen Schlange auf den Einlass wartet.

Wir kaufen noch schnell ein paar Sachen zum Essen ein, ehe die Laeden dicht machen. Die Sonne geht unter und das heisst Shabbat.

Den Abend verbringen wir im Hotel, natuerlich nutzen wir es aus, dass wir wieder in einem westlichen Land weilen und bearbeiten uns mit Wodka. DEr Basi bleibt auf der Strecke liegen waehrend der Brucki und der Domi zuerst mit einem Kanadier losziehen der hier ein paar Maedchen kennt. Die Maedchen waren nicht so huebsch wie die Maedchen in Beirut aber dafuer hatten sie haertere politische Ansichten. “The only peacesolution is to kill all Arabs…” Diese Junge Dame war im Isrealischen Militaer taetig …. DAnach gings weiter erst in eine Bar und dann mit dem Taxi direkt in den Club. Der einzige Club der noch offen hatte, wurde uns als das Berghain von Tel Aviv empfolen. Leider war an dem Abend Gay-Night. Aber dafuer 90-Jahre Techno. Als es uns dann doch zu bunt wurde sind wir zurueck ins Hostel gefahren und haben hier noch eine sehr gute 2 Stunden Unterhaltung mit einem amerikanischen Juden gefuehrt, der mal eben 2 Jahre um die Welt reist. Als es um 8 dann endlich Fruehstueck gab, sind wir nach Toast ins Bett.

Heut stehen Museumsbesuche an und am Sonntag werden wir zum ersten Mal in Jerusalem couchsurfen! Da spart nicht nur Uebrnachtungsgeld, sondern wird auch toll.

Bis bald

 

Bilder

Hallo!

Haben den zweiten Tag in Petra beim achten Weltwunder damit verbracht euch diese Fotos nachzureichen. Den zweiten Tag, fuer  den wir schon gezahlt haben, haben wir verfallen lassen. Ja so sind wir!

 

Petra

So wir sind in Petra angekommen.

Zwischendurch waren wir am toten Meer und das ueberraschende ist, es funktioniert. Man kann nicht untergehen. Man liegt im Wasser und entspannt. Zumindest bis einem die Salzbruehe ins Auge kommt. Dann ist man blind. Ansonnsten toll.

Von Amman aus sind wir nochmals ans Tote Meer gefahren um uns Bethanien anzusehen. Dort wurde Jesus getauft. Sagt der Papst. Der Jordan ist seitdem ein wenig geschrumpft und markiert immer noch die Grenze zu Israel und das mutet ein wenig laecherlich an, da es nur zwei Meter Breite sind. Man koennt quasi rueberhuepfen, waere da nicht der Schussbereite Soldat, der einem sogar das rueberrufen verbietet…

Von dort trampten wir nach Tafila, ein kleines Bergdorf, von wo aus es nicht weiter ging. Also mussten wir ein Taxi anheuern und sind bis Petra gefahren. (90 Km) Aber immerhin sind wir 3/4 der Strecke getrampt. Hier haben wir uns heute die Stadt der Nabataeer angeschaut. Die ist wirklich beeindruckend, aber ein wenig bedrueckend, da fast nur noch Graeber uebrig sind.

Es gibt immer noch keinen Cardreader weshalb wir euch weiterhin bzgl Fotos vertroesten muessen…

 

Immer noch Amman

Halloooo

Sind immer noch in Amman. Haben uns ein Auto gemietet und sind damit in die Wueste geheizt. Aus dem Traum mit einem alten Mercedes oder Cadillac durch einsame Strassen zu fahren wurde nichts. In unser Budget hat nur der Chevrollet Sparks gepasst und so ganz allein waren wir in der Wueste auch nich. Da war zum Beispiel die Polizei, die uns gleich mal wegen zu schnellem Fahren um 20 JD erleichtert hat oder die Waechter der Wuestenschloesser und die deutschen Reisegruppen. Trotzdem war der Tag schoen und wir sind wieder, ohne Unfall (!) nach Amman zurueckgekehrt.

Wir haben aussserdem via couchsurfing Selmo Pelmo getroffen. Er hat eine kleine Villa auf dem Berg und sein Haus is durchgehend mit couchsurfern besetzt. Gestern beim Essen waren Israelis, Kanadier, Deutsche, Amerikaner und und und… Wir fuehlen uns ein wenig klein, als alle von ihren Reisen in den Iran, Pakistan, Suedamerika und etlichen anderen Zielen erzaehlen.

Heute sind wir wieder da und Fruehstuecken gleich auf dem Dach mit great view ueber Amman.

Gestern haben wir noch ne gute Sache genutzt. Der Shisha-delivery-service bringt einem fuer 6JD eine Pfeife mit unendlich vielen Kohlen und zwei Toepfen. Wahnsinn. Haben uns den Abend dann mit Rauchbubbles machen vertrieben.

Ansonsten haengen wir in Cafes ab, spielen Dame, Schach und trinken Tee. Just the way the middle east is.

Tschuessikowski.

 

Amman – Jordanien

So da sind wir wieder,

heute schreiben wir aus Amman. Von Damaskus sind wir mit dem Taxi schnell mal nach Amman gebraust. Die Grenze sah schon ne ganze Ecke freundlicher aus, und selbst die Grenzbeamten scherzten ein wenig. Hier angekommen haben wir uns gestern Nacht noch ein Hotel gesucht und promt sind wir mit Sicherheit im kaputtesten aber dafuer billigsten Hotel der Stadt gelandet. Die Fenster schliessen nicht, man schlaeft auf einer Steinflaeche, die aber wie eine Matratze aussieht, die Spuelung funktioniert mit einem Eimer und die Dusche ist wirklich wunderschoen. Das ganze Konstrukt nennt sich Hotel “Happyland” …. Die FAmilie die es betreibt ist aber nett. Heute sind wir dann ein wenig durch die Stadt geschlendert. In der King-Al-Hussein- Moschee hat der Domi dann eine angeregte Diskussion ueber den Gaza-Konflikt und Hitler gefuehrt, waehrend der Basi und der Bruckmann sich mal eben fuer morgen um 11 zum Kaffee bei einem Koelner Gemuesehaendler eingeladen haben. Danach haben wir das groesste roemische Theater besichtigt und eine flotte Rede gehalten. Leider wurde uns wenig Beachtung geschenkt. Achja wir haben in Hama so ein Spiel kennengelernt das ein wenig an unser Dame errinnert. Jeder hier in Arabien spielt es und so haben wir heute gegen ein paar Strassenhaendler gespielt. Am Ende stand es 2:1 fuer Jordanien, aber die spielen das ja auch den ganzen Tag. Wirklich ueberaschend komplex dieses Spiel. Der Brucki hat sein Spiuel verloren und davon einen solchen Schock mitbekommen, dass er jetzt krank im Hotel liegt. Deshalb flanieren der Basi und der Domi jetzt nur noch zu zweit durch die Stadt. Dafuer haben wir uns extra pimpige Schuhe gekauft. Echt Leder ! Hier im Internetcafe betten gerade zwei Typen vor dem Computer, weils mal wieder Zeit ist. Die nehmen das hier ein wenig genauyer mit den von Gott gegebenen Regeln. 5 mal am Tag. Wers vergisst muss nachbeten …. Wir schliessen uns an wenn wir schon mal hier sind. Die himmelsvorstellung ist naehmlich verlockend.

Bis bald

Leider gibts wieder keine Fotos da es hier noch keine Kartenleser gibt …

Schade Schade Schokolade

 

Palmyra

Hallo Welt.

Wir waren im groessten Theater der Welt. Toll, was?

Sind dafuerr um 8 aufgestanden, haben dann denn Bus um 12 erwischt und nach diversen problemen mit unseren fehlenden passports die die polizei sehen wollte (domi: “die lass ma im Hotel, die brauch ma eh nich”), waren wir dann in Bosra. Da haben wir uns erst mal erfolgreich gegen ueble abzocke gewehrt und haben fuer drei -saefte und ein teller mit hummos 250 auf n tisch gehaun und sind gegangen. er wollte 400 haben… nasahb is des wort dafuer.

auf der buehne haben wir uns woghlgefuehlt.

wir haben dann dem 16.00 uhr bus nachgewunken und haben den um 6 genommen. wird stressiger und ereignisreicher haben wir gedacht. um 8 war ma dann wieder in damaskus und sind unsrer linie treu geblieben. sind mit verschiedensten sammeltaxen irgendwo hingefahren und sind den rest gelaufen. des gepaeck war bei unseren paessen im hotel.

haben dann den 10 uhr bus nach palmyra genommen und waren um 1 uhr nachts dann auch in der wueste. ers ma schlafen. heut hamma uns dann die ruinen und graeber angeschaut

am abend gabs noch den sonnenuntergang, der durch fiesen sandsturm und eiskaltem wind nichts an seiner schoenheit verloren hat.

in palmyra sind fast alle unfreundlich und wollen einen abziehen. deshalb gibts morgen neben dem sonnenaufgang um halb fuenf auch die flucht nach jordanien.

haut rein.

 

Damaskus

Hallo,

Nach einer gut durchzechten Nacht im Club unter unserem Hotel in Beirut (- 8 Uhr Morgens), zog die Karawane schliesslich weiter nach Baalbak. In Baalbak wohnt die Hisbollah und man kann dort mit Dollars Hisbollah-Fan-T-Shirts kaufen. Natuerlich haben wir das nicht gemacht sondern haben uns lieber den groessten roemischen Tempel der Welt angeschaut. 60-Meter hohe Saeulen sind ziemlich beeindruckend. Weiter gings zu 6 im Taxi nach Damaskus. An der Grenze vor uns waren 6 Amerikaner, daher haben wir eine Stunde gewartet, bis uns der Taxifahrer die Paesse wuetend aus der Hand riss und sie dem Grenzbeamten auf sein Pult klatschte. Schengen ist ein Segen.

Bis bald

 

Beirut – Shatila

Hallo Freunde!

Inzwischen haben wirs bis nach Beirut geschafft und schreiben euch direkt aus dem palaestinensischen Fluechtlingscamp Shatila! Die Leute hier sind sehr nett. Wir unterhalten uns mit einem Jugndlichen. Er heisst uns wie jeder hier tausendmal Willkommen. Aber schritt fuer Schritt.

Waren nach Lattakia in Tripolis und haben da eine Stadtfuehrung gemacht. Der Fuehrer machts fuer lau und spendet die 20.000 tacken die wir ihm geben den Armen. Der Haushaltsposten “Spenden” ist damit erschoepft.

Wir treffen via couch-surfing Mira. Sie ratscht etwas mit uns und wir treffen uns zweimal mit ihr.

In Tripolis gibts einen Roboter der mit seinen fiesen Phaserkanonen die Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Ansonsten ist alles friedlich.

In Beirut haben wir n nices Hotel erwischt. Heute legt ein DJ auf und wir werden nicht schlafen koennen. Dafuer gibts den Eintritt und die Getraenke fuer die geplagten Hotelgaeste umsonst. Gut, was?

Schlafen kann man in dem Hotel eh nicht weil um 7 Uhr Morgens ein paar verrueckte mit Hammern gegen Waende haun… Und das vier Stunden lang. Bisschen komisch sind sie schon, die Libanesen.

Den gestrigen abend haben wir fuer einen stadtbummel an der Meerpromenade genutzt und haben uns etliche Panzer und Militaerspaerren angeschaut. Deshalb ist auch die ganze Innenstadt Fussgaengerzone…

Am Heimweg treffen wir einen Schweden der uns in seinem Hotelzimmer mit Bier, Whiskey und Zigarren versorgt. Wir hoeren Ricky Martin und schlagen die angebotene Massage freundlich aber bestimmt aus. Wir glauben er wollte nur unsere Koerper. Aber wir sind mehr als das. Deshalb stimmen wir dem Treffen heute zwar zu, geben ihm aber eine falsche Handynummer und fluechten uns lieber in das naechtliche Beirut…

Wir sind Schweine…